Realisationsprinzip

 

Das Realisationsprinzip kommt im Rechnungswesen deshalb so eine zentrale Rolle zu, da es sich zu den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung zählt. Das Realisationsprinzip besagt, wann eine Leistung oder ein Erzeugnis als „realisiert“ gilt. Dies ist insofern von Bedeutung, da damit dann ermittelt werden kann, wann die Leistung oder das Erzeugnis zur Ermittlung des Unternehmenserfolgs herangezogen werden kann.

So dürfen laut dem Realisationsprinzip beispielsweise Gewinne erst dann angesetzt werden, wenn sie realisiert sind. Dies ist zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs - also zum Zeitpunkt der Übergabe an den Käufer oder eine zur Lieferung beauftragte Transportperson – der Fall.

Dies dient wiederum dem Gläubigerschutz, da so die allgemeine Finanzlage des Unternehmens nicht verfälscht dargestellt werden kann.

Grundsätzlich wird bei Realisationsprinzip unterschieden. So gilt in Deutschland das strenge Realisationsprinzip, meist wird aber dennoch nur vom Realisationsprinzip gesprochen (wie in diesem Text), auch wenn man das strenge meint.