Langfristige Preisuntergrenze

 

Die langfristige Preisuntergrenze steht für den Preis im Minimum der durchschnittlichen totalen Kosten (Stückkosten). Der Begriff der langfristige Preisuntergrenze stammt aus der Mikroökonomie und ist vor allem für die Kosten- und Leistungsrechnung relevant. Bei einem Unternehmen liegt genau dann eine Null-Gewinn-Situation vor, wenn es zum Betriebsoptimum (Minimum der durchschnittlichen totalen Kosten ) produziert und anschließend zum Preis der langfristigen Preisuntergrenze verkauft. Bei der langfristigen Preisuntergrenze werden also die Vollkosten abgedeckt, also variable wie auch fixe Kosten.

Langfristige Preisuntergrenze Formel

Die Formel der langfristige Preisuntergrenze ist ganz einfach:

(Summe der variablen Kosten+Summe der fixen Kosten)/Stückanzahl
Die langfristige Preisuntergrenze ist damit nichts anderes also die Vollkosten pro Stück.

Beispiel: Langfristige Preisuntergrenze berechnen

Beim nachfolgenden Beispiel geht man von einem Produktions- und Absatzprogramm von 2000 Stück aus. Dabei sind folgende Kosten gegeben:

  • (variable) Materialkosten: 180.000 Euro
  • (variable) Lohnkosten: 120.000 Euro
  • (variable) Vertriebskosten: 60.000
  • (fixe) Gehaltskosten: 70.000 Euro
  • (fixe)Verwaltungskosten: 130.000 Euro

Für die Berechnung der langfristige Preisuntergrenze kann man nun die Formel benutzen: (Summe aller variablen Kosten+Summe aller fixen Kosten)/die Stückzahl. In diesem Fall also: (180.000+120.000+60.000+70.000+130.000)/2000= 280 Euro pro Stück.

Neben der langfristigen Preisuntergrenze gibt es auch noch die kurzfristige Preisuntergrenze.