Abschreibungssumme bei Abschreibungen

 

Nachfolgend werden die verschiedenen Abschreibungsverfahren: Abschreibung nach Maß der Inanspruchname, das lineare Abschreibungsverfahren, das degressive Verfahren, die geometrisch-degressive Abschreibung sowie die arithmetisch-degressive Abschreibung vorgestellt.

Bei der Abschreibung ist immer zu beachten, dass falls das Unternehmen umsatzsteuerpflichtig ist, entsprechend nur Netto-Werte, sprich die Anschaffungskosten ohne die Mehrwertsteuer, abgeschrieben werden dürfen. Wie sich die Abschreibungssumme zusammensetz (z.B. bei möglichen Skonti usw.) das kann man auch noch einmal hier nachlesen: Abschreibungssumme bei Abschreibungen

Abschreibung nach Maß der Inanspruchnahme

Die Abschreibung nach Maß der Inanspruchnahme wird auch leistungsbezogene Abschreibung genannt. Hier ist die Abschreibung „zeitunabhängig“, sie hängt viel mehr an der tatsächlichen Inanspruchnahme des Abschreibungsgutes. Sie wird deshalb vor allem bei Anlagegütern mit starker Nutzungsschwankung verwendet. Entsprechend muss natürlich bei dieser Abschreibungsform auch nachgewiesen werden, in welcher Höhe die jährliche Leistung ausgefallen ist.

Lineare Abschreibung

Die lineare Abschreibung ist die am am häufigst verwendetste Abschreibungsform. Sie ist relativ einfach umzusetzen und ist anwendbar auf alle beweglichen und unbeweglichen Wirtschaftsgüter. Grundsätzlich teilt man bei der linearen Abschreibung einfach die Abschreibungssumme durch die voraussichtliche Nutzungsdauer in Jahre. Heraus kommt dann der jährliche Abschreibungsbetrag. Generell gibt es noch kleine Feinheiten bei der linearen Abschreibung die beachtet werden müssen. Wurde beispielsweise der Abschreibungsgegenstand nicht am Jahresanfang, sondern erst in der Mitte des Jahres erworben, dann darf für das erste Jahr auch nicht der komplette Abschreibungsbetrag abgesetzt werden, sondern eben nur die Hälfte davon. Man muss die Abschreibungsbetrag also auf die Monate herunter rechnen.

Degressive Abschreibung

Zwar gilt seit dem 1. Januar 2011 wieder die Rechtslage des Jahres 2008, was bedeutet, dass die degressive Abschreibung für alle neuen Güter abgeschafft wurde, dennoch wird sie nachfolgend vorgestellt, wer weiß, wann sie wieder erlaubt wird.

Im Gegensatz zu der linearen Abschreibung wird bei der degressiven Abschreibung (auch Buchwert-Afa genannt) der Abschreibungsbetrag von Jahr zu Jahr weniger. Lediglich im ersten Jahr Abschreibungsbetrag auf Basis der Anschaffungskosten errechnet. Für die weiteren Jahre hingegen wird der Abschreibungsbetrag aus dem Restbuchwert des Anlagegutes errechnet.

Geometrisch-degressive Abschreibung

Der degressiven Abschreibungssatzes in Prozent (p) kann durch folgende Formel errechnet werden:
Formel für Ermittlung degressiven Abschreibungssatzes

Das t steht in diesem Fall für den Abschreibungszeitraum.

Falls ein Restbuchwert von Null erreicht werden soll, dann muss bei der geometrisch-degressiven Abschreibung nach einer gewissen Zeit auf die lineare Abschreibung übergegangen werden. Dieser optimale Zeitpunkt für das Wechseljahr ergibt sich durch folgende Formel:

Formel für Ermittlung des idealen Zeitpunkt des Wechseljahres bei geometrisch-degressiven Abschreibung

Mit i = Wechseljahr, n = Nutzungsdauer, p = degressiver Abschreibungssatz.

Arithmetisch-degressive Abschreibung

Bei der arithmetisch-degressiven Abschreibung wird der Abschreibungsbetrag jedes Jahr um einen konstanten Betrag geringer. Dieser Betrag nennt man Degressionsbetrag. Der Degressionsbetrag ist der Quotient aus Anschaffungskosten und der Summe der geplanten Nutzungsjahre (etwa bei drei Nutzungsjahren: 1+2+3=6).